Linoldruck
- zweimal_einmal

- vor 5 Tagen
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Ich habe es mir in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, jeden Monat etwas Neues auszuprobieren.
Den Januar habe ich dazu genutzt Linoldrucke zu gestalten.
Kommen wir direkt zur Sache. Hier eine Auflistung der Materialien die ihr für Linoldruck benötigt:
Linolmesser
Linoleumplatten
Bleistift oder auch Transferpapier
Papier oder blanko Grußkarten
Linolfarbe
spezielle Walze
Stück Plexiglas oder ähnliche glatte Platte
Das hört sich erst einmal nach einigem Material an aber gerade zu Beginn muss es noch nicht das Profi Werkzeug sein, um sich mal auszuprobieren. Kauft euch auch gerne komplette Starter Sets. Ihr landet am Ende preislich irgendwo zwischen 30 - 50 Euro.

Dann legen wir mal los! Ihr sorgt zu Beginn dafür, dass euer gewähltes Motiv auf die Linolplatte kommt. Hierfür könnt ihr einen Bleistift nehmen oder euer Motiv mit Hilfe von Transferpapier übertragen.
Tipp: Wählt zu Beginn ein Motiv, welches nicht zu detailliert ist.
Falls ihr auf eurem ersten Motiv Worte stehen haben wollt, dann beachtet unbedingt, dass diese Spiegelverkehrt übertragen werden müssen!
Überlegt euch gut, welche Parts am Ende schwarz und welche frei, also weiß, sein sollen. Dementsprechend kann nun geschnitten werden. Mit eurem Werkzeug und den verschiedenen Aufsätzen schnitzt ihr alle die Teile aus der Platte heraus, die nachher nicht gedruckt werden sollen. Arbeitet vorsichtig und mit nicht zu viel Druck.
Achtung: Es besteht eine hohe Gefahr für Verletzung, wenn man in Richtung der Hände schneidet. Achtet also darauf, nie eure Hände davor zu halten. Es passiert schnell, dass man abrutscht.Soll euer Motiv eine spezielle Form haben? Dann könnt ihr die Linolplatte jetzt zurecht schneiden.
Wenn ihr fertig seid, dann geht es an die Farbe. Hierfür gebt ihr einen Kleks auf die Plexiglas Platte oder einen sauberen ebenen Untergrund. Die spezielle Walze trägt dann eine dünne Schicht Farbe auf. Schaut, dass also alles bedeckt ist.
Rollt im Anschluss die Farbe auf euer Motiv. Seid dabei vorsichtig um nur dort Farbe zu verteilen wo sie auch gedruckt werden soll.

Nun kommt der Moment der Wahrheit. Legt euer Stück Papier auf den Druck und fahrt vorsichtig mit der Handfläche darüber um ihn ein wenig an zu drücken.
Löst das Ergebnis von der Platte und schaut nach, ob ihr gegebenenfalls an der ein oder anderen Stelle nochmals nach schnitzen müsst.
Macht nun mehrere Drucke auf einmal. Keiner wird wie der andere werden und meist klappt ein perfektes Wunschergebnis erst nach dem dritten oder vierten Versuch.
Eingerahmt in einem hübschen Bilderrahmen oder verschenkt als Grußkarte, könnt ihr euer Meisterwerk nun präsentieren.
Good to know: Unter lauwarmem Wasser lassen sich Rolle und Platten super abwaschen und so, immer wieder verwenden.
Erzählt mir gerne von eurem ersten Linoldruck und euren Erfahrungen. Ich bin gespannt auf eure Motive.


















